angewandte   konzepte

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Bobath-Konzept in der Behandlung von kindern

Das Konzept nach Bobath orientiert sich an bestimmten Entwicklungsschritten die ein Kind normalerweise durchläuft. Sie bauen aufeinander auf und bilden die Voraussetzung für den jeweils nächst höheren Entwicklungsschritt. Dies bezieht sich nicht nur auf die Bewegungen des Kindes, sondern auch auf das Spüren und Erfahren seines eigenen Körpers und seiner Umwelt.

Gemessen am Alter des Kindes überprüft der Therapeut durch genaue Beobachtung und Beurteilung, welche Fähigkeiten und welche Probleme das Kind hat. So kann er erkennen, ob eine Entwicklungsverzögerung vorliegt und dem Kind entsprechende Hilfestellungen geben.

Kann ein Kind bestimmte Bewegungen nicht nachvollziehen, so wird es auch seinen eigenen Körper nur sehr ungenau spüren und erfahren können. Dafür können unterschiedliche Ursachen verantwortlich sein. Oft ist eine der Ursachen eine zu niedrige oder eine zu hohe Muskelspannung, bzw. die ungenügende Koordination von Anspannung und Entspannung in bestimmten Bereichen des Körpers.

Der Therapeut versucht in seiner Behandlung mit bestimmten Techniken dieses zu beeinflussen und die Muskelspannung gemeinsam mit dem Kind besser zu regulieren. Das Kind soll dadurch lernen, „normale“ Bewegung selbst zu erfahren und die Koordination seiner Bewegungsmöglichkeiten zu verbessern.

So können die Voraussetzung für angepaßte Bewegung, Bewegungsübergänge (z.B.krabbeln) eine verbesserte Körperwahrnehmung (z.B. Sensibilität) und die Interaktion mit der Umwelt erarbeitet werden. Durch physiologische Bewegungen wird das Kind sich besser spüren können und so sicherer auf Reize und Erfordernisse der Umwelt reagieren.

Auch den Eltern werden durch praktische und alltags relevante Hilfestellungen zum Handling, Hochnehmen, Tragen, Lagern und der Nahrungsaufnahme vermittelt, so wie es für das jeweilige Kind angebracht ist. Erscheint es sinnvoll, Hilfsmittel einzusetzen, so können diese gemeinsam mit den Eltern und einem Rehatechniker erprobt und angepaßt werden.

Durch die ganzheitliche Sichtweise des Bobathkonzeptes soll das Kind nach bester Möglichkeit in seiner gesamten Entwicklung unterstützt und gefördert werden.

sensorische integrations-therapie

Sensorische Integration - Was ist das?
Die Sensorische Integration ist der Prozess der Wahrnehmungsverarbeitung. Alle aufgenommenen Informationen aus den Sinnessystemen werden vom Nervensystem integriert, gefiltert und verarbeitet, damit das Kind diese für sich nutzen und angemessen handeln kann.


Störung der Sensorischen Integration - Was ist das?
Wenn die Verarbeitung der aufgenommenen Informationen beeinträchtigt ist, werden Lernen und Handeln schwierig. Kinder verlieren dann schnell Ihren Mut und die Freude am Lernen. Verhaltensauffälligkeiten können entstehen. Eine Sensorische Integrationsstörung ist also eine Wahrnehmungsstörung die mit Koordinations- Motorik und Verhaltensauffälligkeiten sichtbar wird.

                                          
Wie fällt eine Störung der Sensorischen Integration auf?
- Schon im frühen Kindesalter zeigen manche Kinder abwehrendes oder wenig angepasstes Verhalten.

- Sie möchten nicht berührt werden.
- Sie zeigen Veränderungen der Körperspannung und machen sich ganz steif.
- Sie zeigen Unsicherheiten und Verzögerungen in der Koordinations- und Bewegungsentwicklung.
- Der eigene Körper und das Umfeld wird nur wenig erkundet.
- Gleichgewicht und Berührungsempfindungen erscheinen unreif.
- Sie zeigen Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen. 


                                          
Wie kann die Therapie dem Kind helfen?
Befragung, gezielte Beobachtungen und Testverfahren zur Verarbeitungs-leistung der verschiedenen Sinnessysteme ergänzen die ärztliche Diagnose. Das Darlegen der Befundergebnisse und eine Elternberatung zu möglichen Hilfen im häuslichen und schulischen Umfeld des Kindes sind Bestandteil des Konzeptes.

                                        
Was wird bei der Sensorischen Integrationstherapie im Einzelnen gemacht?
In der Behandlung gilt der Grundsatz, dass die angebotenen Aktivitäten für das Kind von Bedeutung sind.
Daher werden Spiel, Bewegung, sportliche Übung und gestalterisch wirkende Tätigkeiten als Lernfeld für das Kind genutzt.
Die motorische Planung kann z.B. in einem Bewegungsraum oder einem Werkraum verbessert werden. Auch mit speziellen Computerprogrammen kann eine Verbesserung der Wahrnehmungsverarbeitungsleistungen des Kindes erzielt werden.
Auf verschiedenen Geräten und mit unterschiedlichen Materialien können Gleichgewicht, Körpergefühl, Koordination und Selbstvertrauen verbessert werden.  Diese Fähigkeiten wird das Kind durch die alltagsnahe Behandlung auch ausserhalb der Therapiesituationen nutzen können.

testverfahren

Diese Screenings und standardisierten Testverfahren können innerhalb der ergotherapeutischen Befunderhebung zur Darstellung von Stärken und Schwächen eingesetzt werden.

Entwicklung der ersten Lebensjahre des Kindes:

- Griffiths- Entwicklungsskalen (GES) 1. und 2. Lebensjahr
- Sensomotorisches Entwicklungsgitter nach Kiphard
- Münchner Funktionelle Entwicklungsdiagnostik nach Hellbrügge
- DEF-TK / Elternfragebogen zur taktil-kinästhetischen Responsibilität

Testverfahren zur Erfassung der sensomotorischen Fähigkeiten des Kindes:

- MOT-Motoriktest für 4-6 jährige Kinder
- M-ABC-2
- FTM-Frostig Test der Motorik

Testverfahren zur visuellen und graphomotorischen Leistungserfassung des Kindes:

- FEW-Frostig-Testung der visuellen Wahrnehmungsverarbeitung
- DTVP-2-Testung der Motorik abhängigen und Motorik unabhängigen visuellen Wahrnehmungsleistungen
- POD-Prüfung optischer Differenzierungsfähigkeit
- GMT-Graphomotorische Testbatterie

Testverfahren zur Erfassung der schulischen und vorschulischen Fähigkeiten des Kindes:

- HDT-Handdominanztest
- BISC-Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreib-Defiziten
- DAT-Aufmerksamkeitstestung
- Testverfahren zum Leseerwerb, Basiszahlenraum und Rechtschreibung
- PET–psycholinguistischer Entwicklungstest

- TEA-CH / TEA-CH-K

Aus diesen Testverfahren wählt der Therapeut die notwendigen und auf das Störungsbild bezogenen Verfahren aus.
Die Summe aus Beobachtung, Befunderhebung, Testverfahren und Gesprächen mit Eltern und Kind ergeben unsere ergotherapeutische Behandlungsplanung.